Essen gehen in Italien

Tipps & Infos für einen Restaurants-, Pizzeria-, Osteria-, Trattoria, oder Bar-Besuch

Die hochwertige und abwechslungsreiche Küche Italiens ist ein Highlight bei jeder Italienreise. Bei der Auswahl des geeigneten Wirtshauses sollte man allerdings einige Dinge beachten, denn ein Restaurantbesuch kann in Italien schnell zu einer teuren Angelegenheit werden. Auch die Zusammenstellung der Speisekarte unterscheidet sich in einigen Punkten grundlegend von der deutschen Dreiteilung in Vorspeise – Hauptspeise – Nachspeise.

Wohin zum Essen?

La Pizzeria

einfaches Lokal für Pizza. Bitte nie mit Wein bestellen, zur Pizza trinkt man in Italien nur Bier, Wasser oder Coca Cola.

Il Ristorante-Pizzeria

hier gibt es Pizza und einige einfache Speisen wie Spaghetti, Risotto, Gemüse und Fleischgerichte.

L’Osteria

rustikales Lokal mit einer einfachen Speisekarte, das oft von Einheimischen besucht wird.

La Trattoria

weniger rustikal als die Osteria, oft auf regionale Küche spezialisiert und eine günstigere Wahl als das Ristorante.

Il Ristorante

das klassische Restaurant. Hier gibt es statt Pizza und Panini anspruchsvollere Kost, was sich auch im gehobenen Preisniveau zeigt.

L’Agriturismo

eigentlich ein Landgut, hier gibt es regionale Spezialitäten oft in familiärer Atmosphäre.

Il Bar

viele Bars bieten mittlerweile neben Kaffee und Getränken auch Panini, Salate, Nudel- und Reisgerichte an.

Tipps für den Restaurantbesuch in Italien

  • In Italien ist es nicht üblich, sich einfach selbst an einen freien Tisch zu setzen. Fragen Sie den Kellner, er wird Ihnen einen Tisch zuweisen.
  • Wie in Deutschland ist auch in Italien das Rauchen im Lokal verboten.
  • Zum Preis für die Speisen und Getränke kommt in Italien das sogenannte „Coperto“ hinzu, quasi eine Pro-Kopf-Gebühr für die Benutzung des Bestecks. Der Endbetrag ist also immer um einiges höher als die Summe der konsumierten Speisen.
  • Dafür besteht in Italien keine Pflicht, Trinkgeld zu geben. Sie können problemlos die Rechnung samt Coperto aber ohne Trinkgeld bezahlen.   
  • Getrennte Rechnungen sind in italienischen Restaurants nicht gern gesehen. Wenn Sie unbedingt getrennt zahlen wollen, teilen Sie die Gesamtsumme einfach tolerant durch die Anzahl der Gäste.

Vorspeise, Hauptspeise, Nachspeise

Die italienische Speisekarte gliedert sich in der Regel in Antipasti, Primi, Secondi und Dolce. „Antipasti“ sind Vorspeisen wie gegrilltes Gemüse, Käse oder Schinken, dazu gibt es Brot. Unter „Primi“ laufen Reis- und Nudelgerichte (risotto/pasta), unter „Secondi“ Fleisch- und Fischgerichte. Die in Deutschland übliche Kombination aus Fleisch und Beilagen auf einem Teller ist in Italien unüblich. Beilagen wie Kartoffeln oder Salat werden als „Contorni“ extra bestellt. Als Nachspeise, „Dolce“ gibt es Eis oder Süßspeisen wie das überaus beliebte Tiramisu. Nach dem Essen trinken die Italiener gerne einen Espresso. Cappucino bestellt man in Italien nur am Vormittag.

Regionale Spezialitäten

In Italien gibt es 20 Regionen, die alle ihre kulinarischen Eigenheiten haben und zur faszinierenden Vielfalt der italienischen Küche beitragen. Der wohlhabende Norden Italiens hat eine raffinierte Küche mit vielen Zutaten hervorgebracht. Fleisch wird gerne und häufig gegessen, insbesondere Rind und Kalb stehen in Oberitalien oft auch der Speisekarte. Beliebt sind auch Polenta, gekochter Maisgries sowie Risotto in vielen verschiedenen Varianten. In Norditalien wird statt Olivenöl häufig Butter verwendet. Zum Espresso genießt man in Oberitalien Amarettini, kleine Makronen aus Mandelmehl oder Aprikosenkernen.

Das wärmere Klima in der Mitte Italiens begünstigt den Weinbau, so dass einige er besten italienischen Weine aus diesem Landesteil kommen. Auch die Tomate liebt es warm und spielt in der mediterranen Küche Mittelitaliens, ebenso wie das Olivenöl eine wichtige Rolle. Gerne werden Schwein und Rind zubereitet.

Die Küche Süditaliens ist einfacher und ursprünglicher als in den anderen Landesteilen. Der heiße und weniger wohlhabende Süden hat aber dennoch kulinarische Klassiker wie die Pizza und die Hartweizennudeln hervorgebracht. In Süditalien stehen viele vegetarische Gerichte mit Tomaten, Zucchini, Artischocken oder Paprika auf der Speisekarte. Fleischgerichte werden gerne mit  Lamm oder Geflügel zubereitet, an der Küste gibt es Fisch in allen Variationen.

Die Regionalküche der italienischen Inseln hat wiederum eigene Nuancen, insbesondere auf Sizilien haben viele Kulturen ihre Spuren hinterlassen. Interessanterweise wird auf Sardinien relativ wenig Fisch gegessen, stattdessen stehen oft Lamm und Wildschwein auf der Speisekarte. Ganz anders auf Sizilien: Fisch und Meeresfrüchte stehen im Mittelpunkt der sizilianischen Küche, dazu gibt es eine große Auswahl an Gemüse. Auch Zitrusfrüchte und Mandeln gedeihen hervorragend auf Sizilien und werden für viele Gerichte und Süßspeisen verwendet.  

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